Wirtschaft Afrikas

Landwirtschaft

Die Wirtschaft Afrikas wird in großem Maße durch die Landwirtschaft bestimmt, vor allem weil über 60 Prozent aller Afrikaner in diesem Bereich tätig sind. In der Mehrheit werden kleine Farmen betrieben. Allerdings erwirtschaften diese nur einen sehr geringen Überschuss. Gleichzeitig gibt es auch große Farmen, die Kaffee, Baumwolle, Kakao und Kautschuk anbauen. Diese Farmen erstrecken sich über große Flächen und beschäftigen eine große Anzahl an Tagelöhnern. Gerade dieser Anbau von speziellen Produkten für den Export in die Wirtschaftsmächte der Welt ist schon oft kritisiert worden. Vor allem vor dem Hintergrund, dass gleichzeitig Afrikaner verhungern. Speziell in den Ländern der EU werden die eigenen Landwirte so hoch finanziell unterstützt, dass zum Beispiel eine Überproduktion von Milch entsteht. Durch diese Überproduktion wird der Weltmarktpreis gedrückt, was zur Folge hat, dass die afrikanischen Landwirte nicht mehr mithalten können. Sie können deshalb nur das verkaufen, was in der EU schwer zu kultivieren ist. Deshalb konzentriert sich die afrikanische Landwirtschaft auf wenige exportfähige Produkte, was zur Folge hat, dass zum Beispiel bei einer Missernte keine Möglichkeit besteht, den Ernteausfall auszugleichen.

Für den lokalen Markt werden vor allem Weizen, Hafer, Mais und Gerste angebaut. Dazu kommen wichtige Baumfrüchte wie Datteln, Oliven und Zitrusfrüchte. Hinzu kommt die Viehhaltung. In Afrika werden traditionell Ziegen, Schafe und Kamele gezüchtet.

Trotz allem kann Afrika nicht genug produzieren, um den eigenen Bedarf abzudecken. Natürlich gibt es hierfür weitere Gründe wie das trockene Klima des Kontinents und die geringe Mechanisierung der Landwirtschaft. Alles zusammen genommen hat das dazu geführt, dass Landwirtschaft hinter der Bevölkerungsentwicklung zurückgeblieben ist.

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